Reise zum Nordkap

Das Nordkap ist und bleibt das Traumziel vieler Urlauber und eine Reise zum Nordkap ist einmalig. Einmal am nördlichsten Punkt Europas stehen und zu wissen, dass bis zum Nordpol nur noch Wasser und Eis kommt: Das ist ein erhabenes Gefühl. Das 307 Meter hohe Felsplateau schiebt sich weit in das Nordmeer hinein. Wenn man dann noch das Glück hat, die Mitternachtssonne zu sehen…

Reise zum Nordkap

Fischkutter auf der Insel Magerøya, auf der auch das Nordkap liegt. Foto: © Ralf Schröder

Fischkutter auf der Insel Magerøya, auf der auch das Nordkap liegt. Foto: © Ralf Schröder

Wer mit dem eigenen Auto bis ans Nordkap fahren will, sollte mindestens zwei Wochen Zeit einplanen, besser sind drei Wochen. Egal, welche Route man wählt, weniger als 5.000 Kilometer werden es nicht. Es bietet sich an, für Hin- und Rückreise verschiedene Routen zu wählen. Ein zügig zu fahrende Alternative für einen Weg führt durch Schweden. Die E6 in Norwegen fährt sich deutlich langsamer, ist aber landschaftlich etwas abwechslungsreicher. In Norwegen gibt es nur ganz im Süden des Landes wenige Kilometer Autobahn, die Überlandstraßen im hohen Norden entsprechen vom Standard her eher deutschen Bundesstraßen. Man benötigt für lange Distanzen also deutlich mehr Zeit als in Mitteleuropa. Außerdem gibt es so viel zu sehen unterwegs…

Nicht verpassen: Lofoten und Tromsø

Wenn man schon eine Reise zum Nordkap macht, sollte der Touristenmagnet Nordkap nicht das alleinige Ziel sein. Die Inselgruppe der Lofoten ragt steil aus dem Atlantik, am Fuße der Berge liegen Fischerdörfer von rauer Schönheit. Seit Jahrhunderten leben die Menschen hier vom Dorschfang.

Tromsø ist eine lebhafte Stadt nördlich des Polarkreises. Zur Zeit der großen Polarforscher begannen und endeten hier Expeditionen von Amundsen und Nansen. Die Eismeerkathedrale ist das Wahrzeichen von Tromsø.

Mitternachtssonne und Nordlicht

Mitternachtssonne in der Nähe des Nordkaps. Foto: © Ralf Schröder

Mitternachtssonne in der Nähe des Nordkaps. Foto: © Ralf Schröder

Nördlich des Polarkreises geht in den Sommermonaten die Sonne nicht unter, die Nacht wird zum Tag. Allerdings muss man ein wenig Glück haben, um den Sonnenball am Meer wirklich über dem Horizont zu sehen. Auch an klaren Tagen verdeckt oft ein schmales Wolkenband genau den entscheidenden Teil des Himmels.

Die Kehrseite der langen Tage im Sommer ist die Dunkelzeit im Winter, wenn die Sonne nördlich des Polarkreises nicht über den Horizont kommt. Völlig dunkel ist es dann trotzdem nicht, eine lange Dämmerung sorgt für ein diffuses Licht. Nordlicht kann es zwar auch im Sommer geben, aber durch die Helligkeit ist es dann kaum zu sehen. Deshalb ist der Winter die beste Jahreszeit, um den bunt flackernden Himmel bei Nordlicht zu entdecken.

Reisetipp: Auf den Vesterålen werden in Andenes Walsafaris angeboten. Nach einer Führung durch das örtliche Walzentrum, wo man von Biologen in mehreren Sprachen Interessantes über die Meeressäuger erfährt, geht es für etwa drei bis vier Stunden hinaus auf das Meer. Oft kommen die Wale dem Schiff sehr nah. Ein gutes Teleobjektiv an der Kamera ist trotzdem sinnvoll. Andenes gilt als einer der besten Spots für Walbeobachtung in Europa.